Gemeindebrief 2018/2

Gemeindebrief der Evangelischen

Kirchengemeinden Aglasterhausen – Breitenbronn – Daudenzell

(Dezember 2018)                               

Liebe Leserin, lieber Leser,
die Adventszeit hat begonnen. Nun geht es dem Weihnachtsfest entgegen. Die vier Wochen im Advent dienen der Vorbereitung auf dieses wundervolle Fest — nicht nur äußerlich, durch viele Aktivitäten, sondern auch innerlich, vom Herzen her.
Die Adventszeit ist von alters her eine Zeit der Buße, der Umkehr und Hinwendung zu Gott. Jesus hat es so ausgedrückt: „Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen.“ (Matthäus 4,17) Das bedeutet: Geht in euch, besinnt euch, verlasst falsche Lebenswege.
Wie jedes Jahr hören wir die Geschichte vom Christuskind, das auf die Erde kommt. Ein kluger Mensch hat einmal von Jesus als dem „herunter gekommenen Gott“ gesprochen. Ich mag diesen zweideutigen Ausdruck, besagt er doch, dass sich Gott in Jesus Christus auf den Weg zu mir gemacht hat. Und mehr noch: dass es Gott etwas gekostet hat, uns auf der Erde heimzusuchen.
Gott zu suchen, das wird uns für die Adventszeit ans Herz gelegt. Das kann in unseren Gottesdiensten geschehen, aber natürlich auch im Alltag, in einem Moment der Stille und des Gebets. Ich finde, dies sind sehr wertvolle Momente, und selbstverständlich steht uns die Tür zu Gott jederzeit weit offen. Doch ich habe manchmal den Eindruck, in der Adventszeit verdichtet sich dies ganz besonders. Etwa dann, wenn ich an einem dunklen Spätnachmittag eine Kerze entzünde. Jesus Christus hat ja selbst einmal von sich gesagt: „Ich bin das Licht der Welt!“ Licht wärmt. Licht vertreibt die Angst und die Dunkelheit.
Wenn wir durch die vor uns liegenden Tage gehen, wenn wir an Jesus Christus denken, dann möge uns das Licht, das von ihm ausgeht, tief in unserem Inneren und unserer Seele berühren. So wie es damals in der Geburtsstunde Jesu auch die Hirten berührte, dass sie alles stehen und liegen ließen, um dem „herunter gekommenen Gott“ zu begegnen.
In der Vorfreude auf viele schöne Begegnungen mit lieben Menschen und mit Gott, wünsche ich uns allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute für das neue Jahr, Ihr Pfarrer

Volker Wahlenmeier

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