
Revalidierung 2021
Revalidierung 2021 text
Aktiver Klimaschutz in Schöpfungsverantwortung
– jährliche CO2 Emissionen gegenüber den Startjahren um über 60% reduziert.-
Das Zertifikat Grüner Gockel Aglasterhausen zum fünften Mal und Breitenbronn zum vierten Mal für gelebtes Umweltmanagement verliehenAglasterhausen/Breitenbronn.
Am 10. September 2021 bescheinigte der Umweltrevisor Stefan Weiland beiden Kirchengemeinden ein funktionierendes Umweltmanagementsystem nach Grünem Gockel.
Der Grüne Gockel ist an das europäische EMAS (Gemeinschaftssystem für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung, Eco-Management and Audit Scheme) angelehnt und hat dieselben Kriterien.
Der Grüne Gockel hat mit seinem ökologischen Anliegen im Gemeindeleben von Aglasterhausen und Breitenbronn seinen festen Platz, nicht separat, sondern wird grundsätzlich bei allen Entscheidungen mitgedacht.
Pfarrer Volker Wahlenmeier begründet in der Umwelterklärung 2021:
„Bebauen und Bewahren – so lautet in der Schöpfungsgeschichte der Auftrag an die Menschen. Unser Gockel-Team macht uns dies durch seine treue und wertvolle Arbeit immer wieder deutlich und hilft uns damit unseren bescheidenen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz zu leisten.“
Von den im Umweltprogramm vom Kirchengemeinderat festgelegten sechs Zielen in 12 Maßnahmen für den Zeitraum 2015-2019 wurden alle messbaren Ziele bis auf die Kircheninnensanierung umgesetzt.
Im Validierungszeitraum wurde die energetische Pfarrhaussanierung und der Wechsel von Öl- auf Pellets in Gemeindehaus und Pfarrhaus im Jahr 2015 endgültig abgeschlossen.
Die energetische Sanierung des Kindergartens mit Geschossdeckendämmung wurde im Jahr 2020 vollzogen.
Die Kirchengemeinde ist dabei einmal mehr für die im Kindergartenvertrag vereinbarte Kostenbeteiligung durch die Kommune und das partnerschaftliche Miteinander dankbar.
Mit der Öffentlichkeitsarbeit ist das Umweltteam, bis auf die Teilnahmen an den KlimaMessen noch nicht ganz zufrieden, denn so Pfarrer Wahlenmeier:
„Vieles, was unser Gockel-Team tut, geschieht abseits der Öffentlichkeit im Verborgenen, in kleinen Schritten, die einen langen Atem und kontinuierliches Arbeiten erfordern.“
Auch die durch das Büro für Umwelt- und Energie der evangelischen Landeskirche Baden angebotenen Schulungen dürften gerne noch mehr von Mitarbeitenden und Gemeindegliedern unserer Kirchengemeinden wahrgenommen werden, zumal sie inzwischen digital angeboten werden.
Im Konfi-Unterricht und in der Jugendarbeit hat „Schöpfung bewahren“ einen festen Platz.
„In der Konzeption des evangelischen Kindergartens Regenbogen ist Pädagogisches Planen und Handeln im Hinblick auf ein nachhaltiges Umweltkonzept Kernthema“,
so Kindergartenleiterin Silvia Schumacher, die dazu Albert Einsteinzitiert:
„Es gibt keine andere vernünftige Erziehung als Vorbild sein.“
Nun liegt für die kommenden Jahre 2020- 2023 wieder ein Umweltprogramm mit 15 Maßnahmen in 3 Zielen vor, das im Zeitraum auch weiter ergänzt werden kann.
Insbesondere der Austausch der Heizanlagen in den beiden Kirchen und im Kindergarten, weg vom Öl, würden die Klimaneutralität der Kirchengemeinden fast vervollständigen, ist aber, so Umweltauditorin Simone Heitz momentan noch nicht aufgeführt.
Und im nicht valide messbaren Faktor Verkehr ist man auf das Handeln der Handelnden angewiesen. Revisor Stefan Weiland regt als Ergänzung zum Umweltprogramm an die Wiese hinter der
Kirche in Aglasterhausen und vor und hinter der Kirche in Breitenbronn etwas seltener zu mähen und als Bienenweide zu nutzen, auch im Pfarrgarten sieht er dieses Potential.
Schöpfungsbeauftragter Melvin Eckhardt ist sich sicher, dass die im Umweltprogramm festgeschriebene Einsparung von weiteren 6 Tonnen CO2 jährlich bis 2023 erreicht werden kann.
Die Einführung des „Grünen Kükens“ im Kindergarten wurde von Silvia Schumacher bei der Vorort-Begehung mit dem Revisor bereits als nächster Schritt angesprochen.
Die Umwelterklärung 2021 mit dem Umweltprogramm für 2020-2023 wird in Kürze auf der Website www.evang-kirche-aglasterhausen.de veröffentlicht.
Dankbar sind die Kirchengemeinden Aglasterhausen und Breitenbronn für die langjährig beim Gockel-Team mitarbeitenden Ehrenamtlichen und für die jungen das Team verstärkenden neuen Ehrenamtlichen. In der letzten Validierungsperiode gehörten dem Umweltteam an:
Aglasterhausen:
Melvin Eckhardt Schöpfungsbeauftragter, Student
Melvin Eckhardt Schöpfungsbeauftragter, Student
Jürgen Graßer, Schornsteinfegermeister mit eigenem Bezirk (bis 2020)
Simone Heitz, Diplom-Verwaltungswirtin (FH), Geschäftsführerin des Evangelischen Verwaltungszweckverbands Rhein-Neckar, kirchliche Umweltauditorin
Joschka Leutz, Auszubildender
Tilman Meckler, Schöpfungsbeauftragter, Lehrer Grund und Hauptschule (bis 2019)
Thomas Müller, Architekt, DENA Energieberater
Silvia Schumacher, Kindergartenleiterin
Siegfried Walch, Hausmeister, Mitarbeiter kommunaler Bauhof
Thomas Müller, Architekt, DENA Energieberater
Silvia Schumacher, Kindergartenleiterin
Siegfried Walch, Hausmeister, Mitarbeiter kommunaler Bauhof
Breitenbronn:
Marion Wild, Bauzeichnerin, Projektmanagement
Melissa Bruch, Verwaltungsangestellte
